Orinoco Delta
Das Orinoco Delta mit seinen Mangrovenwäldern teilt sich im Osten Venezuelas in 17 grosse Mündungsarme und Kanäle auf. Der Orinoco ist mit 2’140 km das drittlängste Stromgebiet Südamerikas. An seiner breitesten Stelle misst er über 16 km. Er entspringt in der Sierra Parima an der Grenze nach Brasilien im Süden des Hochlandes von Guyana. Er hat insgesamt 194 Nebenflüsse, wovon die drei grössten Flüsse der Caroni, der Apure und der Caura sind.
Das Mündungsgebiet des Orinocos wird von mehr als 300 Flussarmen durchzogen. Sie verzweigen sich von dem Hauptstrom in alle Richtungen, wodurch sie unzählige kleine Inseln und Sandbänke ausbilden. Durch das tropisch feuchte Klima bildet sich hier eine üppige Vegetation aus und eine reiche Tierwelt findet hier beste Lebensbedingungen.
In dieser Region, mit der 50’000 Einwohner zählenden Hauptstadt Tucupita, gibt es wenige besiedelte Gebiete. Die meisten Eingeborenen gehören zum Stamm der Waraos, sie leben zum Teil noch in ihren traditionellen Pfahlbauten, den Palafitos. Lediglich per Wasser erreichbar gibt es einige Missionsstationen.





